PL-259 / SO-239
Im CB-Funk sehr verbreitet: robust, gängig, einfach verfügbar. Für 27 MHz praktisch unkritisch – aber keine falsche Behauptung wie „exakt 50 Ohm über beliebig hohe Frequenzen“.
Wissen · Koaxkabel & HF-Leitung
50 Ohm, Dämpfung und Kabelverluste auf 27 MHz verstehen
Das Koaxkabel transportiert die HF-Energie zwischen Funkgerät und Antenne. Dabei entstehen Verluste: Je länger das Kabel und je höher seine Dämpfung, desto weniger Signal erreicht die Antenne – und beim Empfang entsprechend das Funkgerät. Nicht nur Funkgerät und Antenne bestimmen also die Qualität einer Station, sondern die gesamte HF-Strecke dazwischen.
Vier Schichten mit jeweils einer Aufgabe.
Warum koaxial? Innenleiter und Schirm bilden eine definierte Übertragungsleitung mit festgelegter Impedanz. Der Schirm reduziert unerwünschte Abstrahlung und Einkopplung – er macht das Kabel aber nicht vollständig immun gegen Störungen.
Charakteristische Impedanz – kein Gleichstromwiderstand.
CB-Funkgeräte und übliche Funkantennensysteme verwenden typischerweise 50 Ω. Das ist die charakteristische Impedanz (Wellenwiderstand) des Übertragungssystems: Kabel mit derselben Impedanz bilden mit Gerät und Antenne eine reflexionsarme Kette.
75-Ohm-Kabel werden beispielsweise häufig bei TV- und Video-Systemen verwendet. Sie sind nicht der normale Standard für eine 50-Ohm-CB-Funkanlage – direkt eingesetzt entsteht eine Fehlanpassung.
Aber keine pauschale Behauptung „75 Ohm funktioniert niemals“: Spezielle Transformationsanwendungen mit 75-Ohm-Leitungen existieren (z. B. als definierte Transformationsleitung). Das ist aber kein Standardaufbau für Einsteiger.
Ein Teil der HF-Energie wird zu Wärme.
Beim Transport durchs Kabel geht ein Teil der HF-Energie verloren und wird hauptsächlich in Wärme umgesetzt. Angegeben wird die Dämpfung typischerweise in dB – immer für eine bestimmte Frequenz und Kabellänge (meist dB/100 m).
Frequenzabhängigkeit: Die Dämpfung steigt typischerweise mit zunehmender Frequenz. Daher Herstellerangaben immer bei passender Frequenz betrachten – für LK0NOD relevant ist ungefähr 27 MHz. Ein Kabel, das auf Kurzwelle hervorragend ist, kann auf UHF bereits mehrere dB verlieren.
Kabellänge: Längeres Kabel bedeutet mehr Dämpfung – daher nur so lang wie praktisch erforderlich verlegen. Aber keine unnötig knappe Installation, bei der das Kabel mechanisch unter Spannung steht.
P_out = P_in × 10^(−L/10)
L = Kabelverlust in dB. Für technisch Interessierte – zum Kabelwählen nicht nötig.
Ein schwaches Signal wird auf dem Weg von der Antenne zum Empfänger ebenfalls gedämpft – um denselben dB-Wert. Besseres Kabel verbessert daher Sende- und Empfangsweg zugleich.
Verlust vs. Sendeleistung: Mehr Senderleistung ist nicht die saubere Lösung für unnötig hohe Kabelverluste – zuerst die Antennenanlage optimieren. Diese Seite bleibt auf legalen CB-Funk-Betrieb ausgerichtet; keine Anleitung zum Betrieb außerhalb zulässiger Parameter.
Generische Typen und Markennamen sauber getrennt.
RG-58 und RG-213 sind generische Kabeltypen (Bauform nach fester Spezifikation, viele Hersteller). Aircell, Aircom, Ecoflex, Ultraflex, Hyperflex, Highflexx, H-Serie, Airborne, Calorix und Extraflex sind dagegen Markennamen einzelner Hersteller (z. B. SSB Electronic, Messi & Paoloni, Belden, Habia, KUSCH) – keine neutralen Typenbezeichnungen. Beim Vergleich zählen die Datenblattwerte des konkreten Kabels, nicht der Name.
Alle Kabel in der Datenbank unten – Herstellerwerte und berechnete Werte strikt getrennt, Stand 2026-10-04. k. A. bedeutet: nicht verifiziert, nicht geschätzt.
Kabeldaten werden geladen …
Legende: Original = Hersteller-/Kusch-Wert · berechnet = interpoliert, keine Herstellerangabe · k. A. = nicht verifiziert. Filter mit fehlender Angabe blenden das Kabel aus.
| ☐ | Kabel | Ø | dB/100 m | 10 m | 20 m | 30 m | Rest @20 m | Flex |
|---|
Quelle: Technische Daten: Kabel Kusch / jeweiliges Herstellerdatenblatt (keine Beschreibungen kopiert, nur strukturierte Werte). Zentrale Datei: assets/data/coax-cables.json, Stand 2026-10-04.
Relativ dünn, flexibel und häufig verwendet – bei längeren Leitungswegen mit höheren Verlusten als dickere Low-Loss-Kabel. Nicht pauschal als „schlecht“ bezeichnen: Für kurze Leitungen kann RG-58 vollkommen sinnvoll sein.
RG-213: Deutlich dicker, geringere Dämpfung als typisches RG-58, für längere Stationsleitungen häufig geeigneter – dafür weniger flexibel. Konkrete Werte nur mit Datenquelle (siehe Tabelle).
Dickeres oder speziell aufgebautes Kabel (z. B. Schaumdielektrikum) kann geringere HF-Verluste bieten – aber größeren Biegeradius, höheres Gewicht, andere Stecker und höhere Kosten berücksichtigen.
Kein „bestes Kabel“: Die Auswahl hängt ab von Länge, Frequenz, Leistung, Verlegeweg, Flexibilität, Außeneinsatz, Steckersystem und Budget. Orientierung: sehr kurze Verbindung – Dämpfung häufig weniger kritisch; mittlere Strecke – Qualität zunehmend relevant; lange Strecke – Low-Loss-Kabel kann deutliche Vorteile bringen. Keine starren Metergrenzen ohne Berechnung.
Der Kabelverlust-Rechner unter Werkzeuge nutzt dieselbe zentrale Datenbank: Kabel, Frequenz (26,925 / 27,235 / 28 / 50 / 144 / 432 MHz oder frei), Länge und Leistung wählen – Ergebnis: Dämpfung, Gesamtverlust, Ausgangs- und Verlustleistung in Prozent. Kabeldaten und Rechner nutzen assets/data/coax-cables.json – keine unterschiedlichen Werte auf verschiedenen Seiten. Datenquellen (Hersteller, Datenblatt, Stand, Referenzfrequenz) sind dort dokumentiert.
Nein – mit erklärbaren Ausnahmen.
Grundsätzlich: Bei einem korrekt angepassten normalen 50-Ohm-System gibt es keine universelle „magische“ Kabellänge. Längen wie 3,64 m, 7,28 m oder 11 m sind grundsätzlich nicht erforderlich.
Phasenleitungen und Impedanztransformatoren verwenden bewusst definierte elektrische Leitungslängen – das ist kein Beweis für eine allgemeine CB-Kabellängenregel.
Verkürzungsfaktor (Velocity Factor): HF bewegt sich im Kabel langsamer als im Vakuum (z. B. ca. 0,66 bei Voll-PE wie RG-58/RG-213, ca. 0,85 bei Schaum-PE wie Aircell 7/Ecoflex 10). Relevant bei Stub-, Transformations- und phasenabhängigen Leitungen – für eine normale Speiseleitung muss niemand seine Kabellänge danach zuschneiden.
Elektrische vs. mechanische Länge: Die mechanische Länge ist das Metermaß; die elektrische Länge berücksichtigt zusätzlich den Verkürzungsfaktor. Nur bei den genannten Sonderleitungen zählt die elektrische Länge.
Vier Systeme – nicht alle gleich behandeln.
Im CB-Funk sehr verbreitet: robust, gängig, einfach verfügbar. Für 27 MHz praktisch unkritisch – aber keine falsche Behauptung wie „exakt 50 Ohm über beliebig hohe Frequenzen“.
HF-technisch definierter Verbinder, oft bei hochwertigen Außen- und HF-Installationen. Keine Behauptung, CB-Funk müsse zwingend N verwenden.
Schnellverschluss – häufig bei Messgeräten und bestimmten Funk- und SDR-Anwendungen.
Vor allem bei SDR, kleinen HF-Geräten und Messhardware. Mechanisch nicht für dicke schwere Kabel ohne passende Entlastung gedacht.
Jeder Adapter ist eine zusätzliche mechanische Verbindung. Bei 27 MHz ist ein guter Adapter nicht automatisch problematisch – aber unnötige Adapterketten vermeiden.
Achten auf: passende Kabelgröße, saubere Montage, zuverlässigen Schirmkontakt, Zugentlastung, Korrosionsschutz und geeignete Außenanwendung.
Löten: Innenleiter und Schirm müssen zuverlässig kontaktiert sein. Keine universelle Montageanleitung für alle PL-Stecker – es existieren unterschiedliche Bauformen.
Crimpen ist nicht pauschal schlechter oder besser als Löten: Mit passendem Stecker, korrektem Werkzeug und richtiger Verarbeitung sind sehr zuverlässige Verbindungen möglich.
Kurzschlussprüfung: Nach der Montage prüfen, dass der Innenleiter nicht unbeabsichtigt mit dem Schirm verbunden ist. Aber: Bestimmte Antennenkonstruktionen können DC-seitig einen Kurzschluss zeigen – nicht automatisch daraus schließen, dass die Antenne defekt ist.
Multimeter: Geeignet für Durchgang, Kurzschluss und grobe Kabelprüfung – nicht zur vollständigen HF-Beurteilung.
Der häufigste schleichende Kabelkiller.
Feuchtigkeit kann Dämpfung erhöhen, Korrosion verursachen, die Impedanz verändern und das Kabel langfristig zerstören. Außenanschlüsse daher fachgerecht schützen – ohne eine einzelne Methode als einzig richtige darzustellen.
Woran erkennbar? Gestiegene Dämpfung, schlechteres SWR ohne sonstige Änderung, Korrosion an Steckern oder sichtbare Feuchtigkeit – dann systematisch prüfen statt weiterzubetreiben.
Koaxschirm und Gebäudeeinführung können Teil eines fachgerecht geplanten Erdungs- und Potentialausgleichskonzepts sein – keine vereinfachte DIY-Anweisung an dieser Stelle. Es gelten Vorschriften und Fachkenntnis.
Koaxkabel ist kein Blitzschutz. Außenantennen können zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich machen – und nicht behaupten, ein „Blitzschutzstecker“ sei ein vollständiger Blitzschutz.
Warum alles zusammenhängt – und was das für LK0NOD bedeutet.
Verlustbehaftetes Kabel dämpft die reflektierte Welle auf Hin- und Rückweg – das am Funkgerät gemessene SWR kann dadurch günstiger erscheinen, als es an der Antenne ist. Umgekehrt gilt: Ein gutes SWR beweist nicht, dass das Kabel verlustarm ist. Details: SWR beim CB-Funk.
Kabel und Stecker besitzen Leistungsgrenzen – abhängig unter anderem von Frequenz, Kabeltyp, Temperatur, SWR und Stecker. Herstellerangaben verwenden.
Kabelvergleich nicht nur nach Dämpfung: Flexibilität, Außentauglichkeit, Durchmesser, Gewicht, Biegeradius, Stecker, Preis und Verfügbarkeit gehören dazu.
Für Packet Radio können geringe Verluste und saubere Steckverbindungen besonders bei schwachen Signalen hilfreich sein – Packet Radio bei LK0NOD. Bei langen Empfangsleitungen (WebSDR/SDR) ist Kabeldämpfung ebenfalls relevant; Empfangsverstärker aber nicht pauschal als Lösung empfehlen: Rauschzahl, Großsignalfestigkeit, Intermodulation und die Position des Verstärkers sind relevant – keine Vertiefung auf dieser Grundseite.
Typen, Montage, Gegengewicht und Abstimmung im Überblick.
CB-Funk-Antennen verstehen →Stehwellenverhältnis messen, einstellen und richtig beurteilen.
SWR beim CB-Funk →Saubere HF-Verhältnisse für stabile Datenverbindungen.
Packet Radio bei LK0NOD →Dämpfung, Restleistung und Verlust in Prozent – lokal im Browser.
Zum Rechner →Vertiefung im bestehenden Wiki: Wiki: Antennen · Wiki: SWR & Messtechnik · Wiki: Bastelecke. Ausführliche Rechner stehen in der Toolbox.
Sachlich eingeordnet.
Nein – nicht bei einer normalen korrekt angepassten 50-Ohm-Speiseleitung. Nur bewusst bemessene Transformations- und Phasenleitungen brauchen definierte elektrische Längen.
Nein. Die Eignung hängt unter anderem von Länge und Anwendung ab – für kurze Leitungen ist RG-58 häufig vollkommen sinnvoll.
Zu pauschal: Dämpfung ist nur ein Kriterium neben Flexibilität, Biegeradius, Gewicht, Steckern und Außentauglichkeit.
Falsch: Verlustbehaftetes Kabel kann das gemessene SWR sogar schönen. SWR misst Anpassung, keinen Kabelwirkungsgrad.
Falsch – aber es ist nicht der normale direkte Ersatz in einem 50-Ohm-System. Spezielle Transformationsanwendungen ausgenommen.
Keine saubere Lösung: Erst die Antennenanlage optimieren – und immer innerhalb der zulässigen Parameter bleiben.
Fachlich präzise beantwortet.
Ein 50-Ohm-Koaxkabel passend zu Länge und Verlegung: Für kurze Strecken genügt häufig RG-58, für längere Stationsleitungen sind dickere oder Low-Loss-Kabel wie RG-213, Aircell 7 oder Ecoflex 10 sinnvoller – jeweils mit passenden Steckern und Schutz vor Feuchtigkeit. Vergleich lesen →
CB-Funkgeräte und übliche Antennensysteme sind auf die charakteristische Impedanz 50 Ohm ausgelegt. Kabel mit derselben Impedanz bilden mit Gerät und Antenne ein reflexionsarmes Übertragungssystem. Impedanz lesen →
75-Ohm-Kabel sind der Standard bei TV- und Video-Systemen, aber nicht der normale Ersatz in einer 50-Ohm-CB-Anlage – die Fehlanpassung ist einzuplanen. Spezielle Transformationsanwendungen mit 75-Ohm-Leitungen existieren, das ist aber kein Standardaufbau. Einordnung lesen →
Ja, für kurze Leitungen ist RG-58 durch Flexibilität und Verfügbarkeit häufig vollkommen sinnvoll. Bei längeren Leitungswegen steigen die Verluste deutlich – dann lohnt der Blick auf dickere oder Low-Loss-Kabel. Einordnung lesen →
Bei längeren Stationsleitungen: RG-213 hat deutlich geringere Dämpfung als RG-58, ist dafür dicker, schwerer und weniger flexibel. Die Entscheidung hängt von Länge, Verlegeweg und Biegeradius ab. Einordnung lesen →
Das hängt von Dämpfung und Länge ab: 1 dB Verlust lässt ca. 79 % übrig, 3 dB etwa die Hälfte, 6 dB etwa ein Viertel. Beispiel: Von 4 W kommen bei 1 dB Kabelverlust noch ca. 3,18 W an der Antenne an. Der Kabelverlust-Rechner rechnet das für das eigene Kabel aus. dB-Box lesen →
Nein. Bei einem korrekt angepassten normalen 50-Ohm-System gibt es keine universelle magische Kabellänge – Angaben wie 3,64 m oder 11 m sind grundsätzlich nicht erforderlich. Ausnahmen sind bewusst bemessene Transformations- und Phasenleitungen. Mythos lesen →
Mögliche Ursachen sind Fehlanpassung mit Transformation entlang der Leitung, Mantelwellen, die Messposition, Kabelverluste oder ein fehlerhafter Aufbau. Das Problem sollte untersucht statt durch zufälliges Kürzen versteckt werden. Ursachen lesen →
Ein Teil der HF-Energie geht beim Transport durchs Kabel verloren und wird hauptsächlich in Wärme umgesetzt. Angegeben wird sie in dB für eine bestimmte Frequenz und Länge – und sie steigt typischerweise mit der Frequenz. Grundlagen lesen →
Verbreitet sind PL-259 mit SO-239-Buchse, dazu N-Stecker für hochwertige Außeninstallationen, BNC bei Messgeräten und SDR sowie SMA an kleinen HF-Geräten. Entscheidend sind passende Kabelgröße, saubere Montage und zuverlässiger Schirmkontakt. Stecker lesen →
Anzeichen sind gestiegene Dämpfung, schlechteres SWR ohne sonstige Änderung, Korrosion an Steckern oder sichtbare Feuchtigkeit. Feuchtigkeit kann im Kabel wandern – ein nasses Kabel ist nicht durch Abschneiden weniger Zentimeter automatisch repariert. Wasser lesen →
Ja. Ein schwaches Signal wird auf dem Weg von der Antenne zum Empfänger um denselben dB-Wert gedämpft. Besseres Kabel verbessert daher Sende- und Empfangsweg zugleich. Empfang lesen →
Nein, das ist zu pauschal. Neben der Dämpfung zählen Flexibilität, Außentauglichkeit, Durchmesser, Gewicht, Biegeradius, Steckersystem, Preis und Verfügbarkeit – die Auswahl hängt von Länge, Verlegeweg und Anwendung ab. Auswahl lesen →