05.09.2026, 13:11
Hallo zusammen,
Als jüngste Idee in meiner Packet-Radio-Tool-Sammlung ist gerade ein Packet Internet Mail Gateway entstanden.
Das Projekt steckt aktuell noch ganz am Anfang.
Im Moment werden die ersten Prototypen getestet, aber die grundlegende Kommunikation funktioniert bereits in beide Richtungen.
[attachment=384] [attachment=383]
Der TNC arbeitet weiterhin im WA8DED-Hostmode, während die eigentliche Mail-Logik in Python läuft.
Mehrere Packet-Nutzer werden lokal über ihre Rufzeichen verwaltet.
Dafür reicht ein einziges echtes Internet-Mailkonto. Benutzer, Nachrichten und Einstellungen liegen in einer SQLite-Datenbank.
Ein Packet-Nutzer kann entweder direkt an einen anderen lokalen Benutzer schreiben oder an eine normale Internet-Mailadresse.
Eine Nachricht an z.B. 13TEST1 wird direkt lokal zugestellt, während eine Adresse wie user@beispiel.de über SMTP ins Internet geschickt wird.
Der Rückweg erfolgt über IMAP. Für neue Nachrichten aus dem Internet wird Plus-Addressing verwendet, zum Beispiel:
packetnode+13TEST1@beispiel.de
Das Gateway erkennt daraus automatisch das Ziel 13TEST1 und legt die Nachricht in dessen lokale Inbox.
Antworten auf bereits verschickte Internet-Mails werden zusätzlich über Message-ID und In-Reply-To eindeutig dem ursprünglichen Packet-Nutzer zugeordnet.
Die Bedienung auf Packet-Seite ist bewusst einfach gehalten. Über ein normales Terminal können Nachrichten aufgelistet, gelesen, beantwortet und neu erstellt werden.
Für die Administration gibt es eine Tkinter-Oberfläche. Dort werden unter anderem Benutzer, Mailkonto, TNC, Nachrichten und Einstellungen verwaltet.
Vorbereitet ist außerdem eine SMS-Zwei-Faktor-Anmeldung. Nach einem AX.25-Connect kann ein sechsstelliger Einmalcode über ein eigenes GSM/LTE-Modem an eine hinterlegte Telefonnummer gesendet werden.
Zum Testen ist derzeit noch keine echte Funkhardware notwendig. Ein lokaler WA8DED-Simulator kann direkt mit dem Packet-Terminal verbunden werden. Dadurch lässt sich die komplette Anwendung zunächst am Rechner testen.
Die ersten Prototypen konnten bereits folgende Wege erfolgreich durchspielen:
Packet zu Packet
Packet zu Internet
Internet zu Packet
Antwort aus Packet wieder zurück ins Internet
Das Ganze ist also noch klar im Experimentierstadium.
Interessant zu sehen finde ich ist, was mit über 30 jahre alter Hardware noch möglich ist.
Ganz neu ist die Grundidee dabei natürlich nicht. Solche Übergänge zwischen Packet und Internet-Mail wurden früher bereits auf verschiedene Arten umgesetzt, zum Beispiel über überwachte Verzeichnisse, Outlook-Makros oder einfache Singleuser-Lösungen.
Der aktuelle Ansatz versucht im Grunde, dieses Prinzip nur moderner und flexibler umzusetzen: Mehrere lokale Benutzer, zentrale SQLite-Verwaltung, direkte Zuordnung über Plus-Addressing und Message-IDs sowie eine klar getrennte IMAP-/SMTP-Logik statt Datei- und Makro-Workarounds.
Natürlich basiert auch hier die "TNC Grundsteuerung" wieder auf dem bekannten Programm TNT (GPL2.0).
73
Marco
Als jüngste Idee in meiner Packet-Radio-Tool-Sammlung ist gerade ein Packet Internet Mail Gateway entstanden.
Das Projekt steckt aktuell noch ganz am Anfang.
Im Moment werden die ersten Prototypen getestet, aber die grundlegende Kommunikation funktioniert bereits in beide Richtungen.
[attachment=384] [attachment=383]
Der TNC arbeitet weiterhin im WA8DED-Hostmode, während die eigentliche Mail-Logik in Python läuft.
Mehrere Packet-Nutzer werden lokal über ihre Rufzeichen verwaltet.
Dafür reicht ein einziges echtes Internet-Mailkonto. Benutzer, Nachrichten und Einstellungen liegen in einer SQLite-Datenbank.
Ein Packet-Nutzer kann entweder direkt an einen anderen lokalen Benutzer schreiben oder an eine normale Internet-Mailadresse.
Eine Nachricht an z.B. 13TEST1 wird direkt lokal zugestellt, während eine Adresse wie user@beispiel.de über SMTP ins Internet geschickt wird.
Der Rückweg erfolgt über IMAP. Für neue Nachrichten aus dem Internet wird Plus-Addressing verwendet, zum Beispiel:
packetnode+13TEST1@beispiel.de
Das Gateway erkennt daraus automatisch das Ziel 13TEST1 und legt die Nachricht in dessen lokale Inbox.
Antworten auf bereits verschickte Internet-Mails werden zusätzlich über Message-ID und In-Reply-To eindeutig dem ursprünglichen Packet-Nutzer zugeordnet.
Die Bedienung auf Packet-Seite ist bewusst einfach gehalten. Über ein normales Terminal können Nachrichten aufgelistet, gelesen, beantwortet und neu erstellt werden.
Für die Administration gibt es eine Tkinter-Oberfläche. Dort werden unter anderem Benutzer, Mailkonto, TNC, Nachrichten und Einstellungen verwaltet.
Vorbereitet ist außerdem eine SMS-Zwei-Faktor-Anmeldung. Nach einem AX.25-Connect kann ein sechsstelliger Einmalcode über ein eigenes GSM/LTE-Modem an eine hinterlegte Telefonnummer gesendet werden.
Zum Testen ist derzeit noch keine echte Funkhardware notwendig. Ein lokaler WA8DED-Simulator kann direkt mit dem Packet-Terminal verbunden werden. Dadurch lässt sich die komplette Anwendung zunächst am Rechner testen.
Die ersten Prototypen konnten bereits folgende Wege erfolgreich durchspielen:
Packet zu Packet
Packet zu Internet
Internet zu Packet
Antwort aus Packet wieder zurück ins Internet
Das Ganze ist also noch klar im Experimentierstadium.
Interessant zu sehen finde ich ist, was mit über 30 jahre alter Hardware noch möglich ist.
Ganz neu ist die Grundidee dabei natürlich nicht. Solche Übergänge zwischen Packet und Internet-Mail wurden früher bereits auf verschiedene Arten umgesetzt, zum Beispiel über überwachte Verzeichnisse, Outlook-Makros oder einfache Singleuser-Lösungen.
Der aktuelle Ansatz versucht im Grunde, dieses Prinzip nur moderner und flexibler umzusetzen: Mehrere lokale Benutzer, zentrale SQLite-Verwaltung, direkte Zuordnung über Plus-Addressing und Message-IDs sowie eine klar getrennte IMAP-/SMTP-Logik statt Datei- und Makro-Workarounds.
Natürlich basiert auch hier die "TNC Grundsteuerung" wieder auf dem bekannten Programm TNT (GPL2.0).
73
Marco