Vor 4 Stunden
Hallo zusammen,
beim Erweitern der Packet Radio Tools bin ich auf ein Problem gestoßen, dessen Lösung etwas weiter ausgeholt hat als ursprünglich geplant. Daraus ist inzwischen aber ein recht umfangreiches und vor allem praktisches Projekt entstanden.
Das Problem:
Das Terminal-Tool sollte so erweitert werden, dass es neben WA8DED/TF-Hostmode auch direkt auf Linux-eigene AX.25-Ports zugreifen kann. Mit KISS war das grundsätzlich problemlos möglich.
Schwieriger wurde es beim klassischen Baycom-Modem über die baycom_ser_fdx-/ baycom_ser_hdx -Treiber:
Unter einem aktuellen 7.0.x-Kernel kam es auf meiner Hardware zu kompletten System-Freezes, sobald der TRX am Modem auch nur im RX aktiv wurde. In der darauffolgenden Kernelgeneration steht der bisherige AX.25-Kernelstack zudem nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung.
Einen älteren Kernel möchte man aber ungern in seinem normalen Arbeitssystem einsetzen.
Also entstand die Idee:
Ein komplettes, portables Linux-System ausschließlich für AX.25 und Packet Radio – bootfähig vom USB-Stick.
Und das funktioniert inzwischen erstaunlich gut.
Das System wurde zunächst vollständig in einer VM aufgebaut und anschließend als Image auf einen USB-Stick übertragen.
Aktueller Aufbau:
[attachment=386] [attachment=387]
Die AX.25-Konfiguration lässt sich vollständig grafisch einrichten. Gerade ein Baycom-Modem kann damit mit wenigen Klicks konfiguriert und gestartet werden.
Alle Anwendungen werden über einen eigenen Vollbild-Launcher gestartet.
Das Ziel ist:
USB-Stick einstecken → booten → Packet Radio.
Der Stick ist vollständig beschreibbar. Einstellungen, Downloads, Updates und nachinstallierte Pakete bleiben also erhalten. Er verhält sich im Prinzip wie ein normales installiertes Linux-System.
Das fertige Image kann anschließend einfach mit dd auf einen USB-Stick geschrieben werden. Nach dem ersten Start wird die Dateisystemmgröße auf den gesamten Stick erweitert.
Der Stick ist sowohl auf Legacy-BIOS- als auch auf UEFI-Systemen bootfähig. Secure Boot wird aber nicht unterstützt.
Das Projekt befindet sich aktuell noch in der Testphase.
Sobald die Tests abgeschlossen, die Dokumentation fertig und die Imagegröße auf einem vertretbaren Stand ist, stelle ich das System gern zum Testen zur Verfügung.
Bis dahin,
73 Marco
beim Erweitern der Packet Radio Tools bin ich auf ein Problem gestoßen, dessen Lösung etwas weiter ausgeholt hat als ursprünglich geplant. Daraus ist inzwischen aber ein recht umfangreiches und vor allem praktisches Projekt entstanden.
Das Problem:
Das Terminal-Tool sollte so erweitert werden, dass es neben WA8DED/TF-Hostmode auch direkt auf Linux-eigene AX.25-Ports zugreifen kann. Mit KISS war das grundsätzlich problemlos möglich.
Schwieriger wurde es beim klassischen Baycom-Modem über die baycom_ser_fdx-/ baycom_ser_hdx -Treiber:
Unter einem aktuellen 7.0.x-Kernel kam es auf meiner Hardware zu kompletten System-Freezes, sobald der TRX am Modem auch nur im RX aktiv wurde. In der darauffolgenden Kernelgeneration steht der bisherige AX.25-Kernelstack zudem nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung.
Einen älteren Kernel möchte man aber ungern in seinem normalen Arbeitssystem einsetzen.
Also entstand die Idee:
Ein komplettes, portables Linux-System ausschließlich für AX.25 und Packet Radio – bootfähig vom USB-Stick.
Und das funktioniert inzwischen erstaunlich gut.
Das System wurde zunächst vollständig in einer VM aufgebaut und anschließend als Image auf einen USB-Stick übertragen.
Aktueller Aufbau:
- Debian 12
- Kernel 6.1.0-53
- APT als Paketmanager
- Xorg
- IceWM
- PCManFM
- Firefox
- die gängigen AX.25-Tools
- meine Packet-Radio-Tools
- grafisches AX.25 Control Center (Konfiguration der Axports, Baycom Modem etc.)
[attachment=386] [attachment=387]
Die AX.25-Konfiguration lässt sich vollständig grafisch einrichten. Gerade ein Baycom-Modem kann damit mit wenigen Klicks konfiguriert und gestartet werden.
Alle Anwendungen werden über einen eigenen Vollbild-Launcher gestartet.
Das Ziel ist:
USB-Stick einstecken → booten → Packet Radio.
Der Stick ist vollständig beschreibbar. Einstellungen, Downloads, Updates und nachinstallierte Pakete bleiben also erhalten. Er verhält sich im Prinzip wie ein normales installiertes Linux-System.
Das fertige Image kann anschließend einfach mit dd auf einen USB-Stick geschrieben werden. Nach dem ersten Start wird die Dateisystemmgröße auf den gesamten Stick erweitert.
Der Stick ist sowohl auf Legacy-BIOS- als auch auf UEFI-Systemen bootfähig. Secure Boot wird aber nicht unterstützt.
Das Projekt befindet sich aktuell noch in der Testphase.
Sobald die Tests abgeschlossen, die Dokumentation fertig und die Imagegröße auf einem vertretbaren Stand ist, stelle ich das System gern zum Testen zur Verfügung.
Bis dahin,
73 Marco