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Aus meinem Archiv: Routing im PR Box-Netz - Druckversion +- LK0NOD - Forum - Community - CB Funk 11m (https://lk0nod.de/forum) +-- Forum: PACKET RADIO (https://lk0nod.de/forum/forum-193.html) +--- Forum: Software & Hardware (https://lk0nod.de/forum/forum-175.html) +--- Thema: Aus meinem Archiv: Routing im PR Box-Netz (/thread-912.html) |
Aus meinem Archiv: Routing im PR Box-Netz - DMA284 - 19.04.2026 Inhalt ====== 1. Einleitung 2. Was ist Routing ? 2.1 Bulletins 2.2 P-Mails 3. Konfigurieren des Routings 3.1. Die eigene H-Route 3.2. S&F Konfiguration bei FBB 3.2.1 BBS.SYS 3.2.2 FORWARD.SYS 3.2.3 Die S&F Files in /FBB/SYSTEM/FWD 3.2.4 Einrichten des S&F 3.3. S&F Konfiguration bei WinBox/DP-Box 3.3.1 Die .SF Files 3.4. S&F Konfiguration bei Baycombox 3.4.1 Die S&F Datei FWD.BCM 3.4.2 Einrichten des S&F 4. Autorouter 4.1 Autorouting Programme bei FBB 4.1.1 Forwardmaker 4.1.2 Forwardroute 4.2 WinBox (DP-Box) Autorouter 4.3 Baycom Box Autorouter 5. Danksagungen 6. Quellenangaben 1. Einleitung ============= Hallo liebe Sysops und PR'ler ! Mit diesem Hilfetext moechte ich all jenen helfen die Probleme damit haben ihr S&F richtig zu konfigurieren. Sie setzt da an wo die Installation des Boxsystems beendet ist und die Funkverbindung steht. Ich hoffe das ich es einigermassen verstaendlich hin bekomme. Fuer Kritik bin ich sehr dankbar. Und Leuten die etwas hinzufuegen moechten stehe ich offen gegenueber. Falls sich das Konzept durchsetzen sollte waere es schoen, wenn man getrennte How- To's fuer jedes einzelne Boxsystem entwickeln koennte. Diese sollten dann von der Installation ueber die Konfiguration bis zu Insider-Tipps reichen. 2. Was ist Routing ? ==================== Unter Routing versteht man die Wegsuche zu einem Ziel. Dieses kann auf verschiedene Arten geschehen. Um beim Mailboxnetz zu bleiben muessen wir erst einmal definieren welche Arten von Mails es in unserem Netz gibt. Zum einem gibt es die oeffentlichen Mails (Bulletins) die jeder lesen kann und die privaten Mails (P-Mails) die nur an eine bestimmte Rufzeichen gehen. 2.1 Bulletins ~~~~~~~~~~~~~ Geroutet werden streng genommen wirklich nur die P-Mails, denn die Bulletins werden in unserem Netz "verteilt". Eine Bulletin Mail hat als Beispiel folgendes Adressfeld: ALLE @ DEU I I I +--- Dieses Feld ist der Verteiler der Mail +---------- Das ist die Rubrik in der die Mail eingespielt worden ist Das erste Feld sollte keine Fragen aufwerfen, denn man sucht sich eine Rubrik aus, in der man seine Mail einspielen will. Das kann eine allgemeine Rubrik sein wie in diesem Beispiel die Rubrik ALLE, aber auch themenspezifisch wie PCSOFT oder CBFUNK. Das zweite Feld, der Verteiler, bestimmt in welchem Gebiet oder Zugehoerig- keitsbereich die Mail zu lesen sein soll. Laesst man diese Feld leer, so bleibt die Mail nur in der Box liegen wo die Mail eingespielt worden ist, falls der Sysop nicht bei leerem Verteilerfeld ein @ DEU konfiguriert hat. Eine Unart die es immer noch haeufig zu finden gibt. Sinn und Zweck des ganzen soll sein, das der Inhalt einer solchen Mail vielleicht nur einem kleinen Kreis zukommen soll. Ankuendigungen zu einem PR-Treffen sind nur in der Region wichtig, wo es statt findet. Es waere Bloedsinn wenn die Mail 500 KM weiter in einer entfernten Box auch noch zu lesen ist, die mit diesem regionalem Treffen nichts zu tun hat. Es haben sich einige standart Verteiler herraus kristallisiert, deren Anwendung ich mal kurz umreissen will. Es hat sich eingebuergert die Kuerzel der Kontinente, Laender, Bundeslaender und Landkreise zu benutzen um das Gebiet festzulegen bis wohin eine Mail verteilt werden soll. Hier ein paar Beispiele: @ WW = Weltweit an jede Box @ EU = An jede Box in Europa @ DEU = Zu jeder Box in Deutschland @ NDS = Fuer alle Boxen in Niedersachsen Wichtig ist hierbei zu nennen das es nicht moeglich ist eine Mail an @ BAY aus einer Box in Niedersachsen zu verschicken. Da eine solche Box den Verteiler @ BAY nicht Forwarden sollte. Es muesste eine Meldung wie z.B. "Keine Route zum Ziel bekannt!" kommen. Neben diesen standart Verteilern kann man als Sysop auch eigene definieren. Das ist zum Beispiel guenstig wenn man Vereins oder PRIG Nachrichten verteilen will. Nachrichten die an diesen Verteiler geschrieben werden, landen nur in den Boxen die Mitglied in der genannten PRIG sind. 2.2. P-Mails ~~~~~~~~~~~~ Ab hier wirds kompliziert ! Eine P-Mail geht nicht an alle Boxen im Netz, sondern soll nur zu einer ganz bestimmten geroutet werden. Am einfachsten waere es wenn die Absenderbox die Zielbox direkt connecten, und die Mails dort abliefern koennte. Dieses nennt man "Simplen Mailtransfer" und wird bei E-Mails im Internet angewand. Dieses ist im CB PR-Netz nicht moeglich da es schlecht einen direkten Link geben wird der Hamburg und Muenchen verbindet, damit die Mails ausgeliefert werden koennten. Man ist also darauf angewiesen eine Mail durch mehrere Mailboxen, die ein Netz bilden, zum Ziel zu schicken. Auch fuer dieses Verfahren das sich eigentlich nur "Store & Forward" nennt gibt es mehrere Moeglichkeiten. Ich nenne hier nur die beiden wichtigsten, die auch weiter unten in die Forward- files unserer Boxen wieder zu finden sind. Smart-Host Routing ****************** Das erste ist das Smart-Host Routing, und das wird folgendermassen definiert. Jede Box im PR-Netz ist ein Smart-Host. Er verfuegt ueber Informationen die angeben an welche Box eine Mail geleitet wird in Abhaengigkeit des Empfaengers. Nicht ganz verstanden ? Also hier mal Bildlich: BOX01 hat die Forwardpartner BOX02 und BOX03. BOX03 hat als Forwardpartner BOX04. BOX01 bekommt jetzt eine P-Mail rein die fuer einen User von BOX04 bestimmt ist. Damit BOX01 jetzt weiss welche Box die Mail an BOX04 weiter- leiten kann, an BOX02 oder BOX03, muss der Sysop von BOX01 das ins Forwardfile eingetragen haben. Dort muss sinngemaess dann stehen "Mails fuer BOX04 muessen an BOX03 weitergeleitet werden". Das sieht zwar sehr einfach aus, doch haben wir in unseren PR-Netz weit ueber 300 Boxen. Alle diese Boxen muessten in den Forwardfiles drinne stehen, damit das weiterleiten von P-Mails sicher funktionieren kann. Das waere ne Menge Text die ein Sysop jeder Box im Netz in seine S&F Files tippen muesste. Auch Aenderungen muessten vorgenommen werden, sowie eine neue Box im S&F Netz hinzukommt oder sich abmeldet. Das ist nicht immer einfach, da ja fast taeglich neue Boxen hinzukommen oder QRT machen. Dieses Smart-Host Routing ist also nur fuer kleine Netze sinnvoll einsetzbar. Im CB-PR kann man es verwenden um das Routing auf Stadt- oder Landkreisebene zu Konfigurieren. Alles was darueber hinaus geht, sollte vom Domain- oder H-Routing erledigt werden. Hierachial-Routing ****************** Unter Domain-Routing, im PR H-Routing genannt, wird eine Gruppe von Zielen unter einem Ziel zusammen gefasst. Na verstanden ? Nicht ? Also dann ans eingemachte. Eine Mailadresse im PR-Netz setzt sich so zusammen: DMA284 @ DBO284.#GF.NDS.DEU.EU In diesem bischen Text stecken einige Informationen. Da waeren einmal das Call des Users und der Zielbox, sowie deren ungefaehrer Standort. Es ist die vollstaendige Adresse einer Box die vergleichbar ist mit einer Adresse auf einem Brief. Wenn ich eine Briefadresse in diese Format bringe, wuerde das z.B. so aussehen: DMA284 @ DBO284.16.Hauptstrasse.Musterhausen.12345.Deutschland.Europa Wenn ich diese Adresse von Rechts nach Links lese, kann ich einen Weg erkennen die der Brief gehen muss um beim Empfaenger anzukommen. Durch diese Schreibweise, habe ich einen nicht zu verachtenden Vorteil. Denn ich kann dadurch ganz einfach alle Adressen die sich hinter Europa (.EU) befinden in nur einer einzigen Zeile in meinem S&F File meiner Mailbox definieren. Eine Mailbox in Amerika die direkten S&F mit einer europaeischen Box hat koennte also sagen: "Mailadressen die auf .EU enden werden an die Mailbox EURO01 weiter geforwardet". Wenn diese Amerikanische Box aber keinen direkten S&F hat, so kann sie aber eine Mail die nach Europa soll an die naechst gelegenste Box die in Richtung Europa liegt weiterleiten. Hat diese auch keinen direkten S&F nach Europa sendet sie ihrerseits die Mail an ihre naechste Nachbarbox in Richtung Europa. Das geht dann solange bis die Mail in einereuropaeischen Box landet. Dort angekommen wird das gleiche Prinzip angewendet. Es wird versucht die Mail nach Deutschland zu befoerdern. In Deutschland wiederum wird sie nach Niedersachsen geforwardet. In Niedersachsen wird sie in den Landkreis Gifhorn geschickt. Und im Landkreis Gifhorn "muss!" dann eine Box wissen wie es zur DBO284 geht. Hier wendet sie dann das Smart-Host Routing an, das der Sysop eingetragen haben muss. Da es in einem Landkreis nur wenige Boxen gibt, ist das dann auch einfach zu bewerkstelligen. Man kann das ganze in einem kleinen Spruch festhalten: >>> Ich kenne jemanden, der jemand kennt, der weiss wo das Ziel ist <<< In dieser Geschichte stecken aber auch so seine Fallen. Denn die Sysops muessen sich einig werden wo was hin geroutet wird. Das Netz muss in Grund- zuegen organisiert sein. Wenn der Sysop von der Deutschen BOX01 meint, das der beste Weg nach Niedersachsen (NDS) ueber BOX02 geht. Der Sysop von BOX02 aber meint das es genau umgekehrt ist, haben wir schon ein Problem. Deswegen muessen sich auch die Sysops untereinander absprechen wer was wo hin routet. In groben Zuegen kann die Himmelsrichtungen schon das Routing vorgeben. Wenn ich einen Forwardpartner habe der oestlich von mir steht, route ich da eigentlich alles hin was oestlich von mir steht. Das es nicht immer so gemacht werden kann versteht sich von selber. Deswegen ist ja auch eine Absprache der Sysops wichtig, damit dieses System funktioniert. 3. Konfigurieren des Routings ============================= Dieser Abschnitt befasst sich nun mit dem erstellen der Eintraege in den S&F Files der jeweiligen Boxsyteme. Ich gehe davon aus, das diese Files schon erstellt sind, bzw. die default Dateien vorliegen und je nach Art der S&F via Funk oder Exportfiles schon funktioniert. 3.1 Die eigene H-Route ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Wichtig fuer das Betreiben einer Mailbox im S&F Netz ist, das die H-Route der eigenen Box richtig definiert ist. Immer wieder sieht man unsinnige H- Routen die dem Netz nur schaden anstatt wirklich zu nuetzen. Wie oben beim H-Routing schon erwaehnt, wird die H-Route von Rechts nach Links gelesen und ausgwertet. Das bedeutet fuer uns, das am Ende immer ein Kontinent steht !!! Nicht wie vielfach in Netz vertreten ein .WW <-- Dieses gibt es nicht !!! Auch sonstige Endungen hinter dem Kontinent gibt es nicht. Wenn ihr trotzdem sowas verwendet, wundert euch nicht das in eurer Box ausser von den direkten Forwardpartnern keine P-Mails in eurer Box landen. Hier mal eine Box die sowas drinne stehen hat: IT5TNT.LU.TSC.ITA.EU.SP/G <-- Diese Box steht in Sicilia, Italien Wenn ich eine Mail an diese Box schreiben will, bekomme ich eine Fehler- meldung von meiner Box: Routing Error, Unknown Route ! Ich koennte diese Route als Sysop zwar per Hand nachtragen, aber spaetestens bei der naechsten Box die vernuenftig konfiguriert ist wird die Mail haengen bleiben und als "Undelivered" (Nicht ausgeliefert) zurueckkommen. Die H-Route fuer eine Box in Deutschland sollte so aussehen: DBO284.#GF.NDS.DEU.EU I I I I I I I I I Kontinent I I I Land I I Bundesland I Landkreis Boxcall Man kann natuerlich, wenn erforderlich, diese H-Route noch erweitern. Diese Box hat es getan: NB0PAF.#PAF.OBB.BAY.DEU.EU <-- Diese Box steht in Pfaffenhofen JN58RM Der Sysop der Box hat wohl noch einen Stadt Kenner mit eingefuegt. Wenn ich die Adresse von Rechts nach Links lese wird sie nur etwas genauer, bringt aber nicht mein Routing durcheinander. Da es fuer meine Box nur wichtig ist, das sie in BAY.DEU.EU steht. Es gab mal Zank im CB PR-Netz bezueglich der "#", auch Raute oder Doppelkreuz genannt, ob diese in die H-Route reingehoehrt oder nicht. Dazu kann ich nur sagen das es heutigen Boxsystemen total egal ist, ob das Ding nun da ist oder nicht. Wenn man es jedoch benutzt, sollte es am Anfang des ersten Kenners stehen, wie oben in den Beispielen. Nicht irgentwo mittdrin in der H-Route. Vergisst man das # bei der Eintragung einer H-Route in ein S&F File, kann es sein das keine Mails geforwardet werden. Mehr passiert nicht. Ich verrate nachher wie man diesen Fehler umgehen kann beim einrichten der S&F Files. Der Grund warum dieses "#" jemals in die H-Routen reingekommen ist, war wohl mal die Inkompatibilitaet zweier Boxsysteme. Anstatt die Boxsysteme zu aendern hat man sich ne Kruecke gebaut und die # zum ersten Block der H-Route eingefuegt. Die H-Route der Box wird bei FBB mit dem Tool FBBSETUP.EXE eingetragen oder direkt in die Datei INIT.SRV. Bei WinBox mit dem beiliegenden Setup-Programm. 3.2 S&F Konfiguration bei FBB ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Kommen wir nun zum Konfigurieren einer FBB Mailbox. Diese Files sind wichtig fuer die Einstellungen des S&F bei einer FBB Box: BBS.SYS FORWARD.SYS und die S&F Files im Verzeichnis /FBB/SYSTEM/FWD In der BBS.SYS werden die Calls der S&F Partnerboxen eingetragen. Diese File hat 80 Zeilen die auch von 1-80 durchnumeriert sind. Dieses File darf nicht gekuerzt werden oder sonst in irgenteiner weise veraendert werden ausser dem eintragen der Forward Boxen. In der FORWARD.SYS werden die Parameter eingetragen fuer jede Box mit der man Forward macht. Wie diese genau gemacht wird erklaere ich weiter unten. Die S&F Files in dem Verzeichnis /FBB/SYSTEM/FWD sind nur die ausgelagerten Konfigurationen die eigentlich auch im FORWARD.SYS File stehen koennten. Der Uebersichtlichkeit wegen, werden sie aber getrennt in diesem Verzeichnis gespeichert. 3.2.1 BBS.SYS ~~~~~~~~~~~~~ Hier werden nun von der ersten Zeile an die Calls der Boxen eingetragen mit denem man S&F machen moechte: ########################## # BBS.SYS for FBB 7.00 # # for LA6CU BBS by LA6CU # ########################## # # File containing all BBSs we forward to. # # Make sure that NO numbers are removed. # 01 DBO217 02 DBX355 03 AL1BOX 04 PD2BOX 05 06 ... 78 79 80 Es ist wichtig, das die Zeilen bis 01-80 unveraendert, bis auf die eingetra- genen Boxen, erhalten bleiben muessen ! Die Boxcalls werden ohne SSID eingetragen. Will man mit einer Box kein S&F mehr betreiben, so muss das Call aus diesem File ausgetragen werden. Die FBB Doku gibt an das man an den frei werdenen Stellen keine neue Box eintragen oder die nachfolgenden Boxen aufruecken lassen soll. Es koennte zu Fehlern beim S&F fuehren. Diese ist bei meiner Box allerdings nie passiert. 3.2.2 FORWARD.SYS ~~~~~~~~~~~~~~~~~ In diesem File werden normalerweise die Forward-Definitionen zu den verschiedenen Boxen eingetragen. Wenn man viele Forwardpartner hat wird das irgentwann unuebersichtlich. Deswegen werde ich hier nur beschreiben wie dort die Pfade eingetragen werden, wo die eigentlichen S&F Files liegen. FORWARD.SYS: ################ # Forward-file # # for DBO284 # ################ # # HF Kanal 24 # < FWD\DBO217 # # HF Kanal 52 # < FWD\AL1BOX < FWD\DBQ902 # # EXPORT # < FWD\DBX355 < FWD\PD2BOX # Wie oben zu sehen werden die Pfade zu den S&F Files in dieser Datei gesetzt. Spitze Klammer < gefolgt von dem Pfad und dem Namen des Forward Files. Die Namen der Forward Files koennen beliebig benannt werden. Der Einfachheit halber haben sie das Call der Forwardbox als Namen. Kommentare koennen hinter einer Raute # eingetragen werden. Die Pfandangabe richtet sich nach dem wo sich das FORWARD.SYS File befindet. In meinem Fall liegen die S&F Files in C:\FBB\SYSTEM\FWD 3.2.3 Die S&F Files in \FBB\SYSTEM\FWD ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Um den Forward zu definieren muss man im Verzeichnis /FBB/SYSTEM/FWD ein File anlegen das im Namen mit dem uebereinstimmt was man im FORWARD.SYS File eingetragen hat. ***************************************************************************** Ich weise nochmal darauf hin das ich hier nur erklaeren moechte wie das Routing bei FBB eingestellt wird. Die Teile die auch die Forwardzeiten und den Connectaufbau zur Zielbox betreffen, werden hier nicht erklaert. Das ist bitte der FBB Doku zu entnehmen ! ***************************************************************************** Die Zeilen die mit dem Routing von Mails zu tun haben beginnen in einem Forward File mit den Buchstaben A, B, F, G und H. Diese haben folgende Bedeutung: A <CALL> : Muss in der ersten Zeile eines S&F Files stehen. Es enthaelt das Call des Forwardpartners ohne SSID. B <CALL> : Hiermit wird eine Zielbox mit angegeben zu der Persoenliche Mails geforwardet werden sollen. Eine Zeile mit B <Call> des Forwardpartners muss in jeden S&F File vorhanden sein. Weitere Box Calls koennen in einem Forwardfile mit B angegeben werden wenn der Forwardpartner auch zu diesen Mailboxen S&F hat. Jede B Zeile darf nur ein Call besitzen. F <CALL> : Hiermit kann ein User-Call angegeben werden welches auch zu diesem Forwardpartner geroutet werden soll. Es sollte mindestens einmal das Boxcall des Forwardpartners mit angegeben werden. Es koennte mit dieser Option auch das Call des nachbar Sysops einge- tragen werden. Dann werden unabhaengig von WP-Eintragen, Mails fuer dieses Call immer zu der Box geforwardet fuer welches das Forwardfile gilt. Jede F Zeile darf nur ein Call besitzen. G <Verteiler> : Hiermit werden die Verteiler von Bulletins festgelegt welche zur Nachbarbox geforwardet werden sollen. Jede G Zeile darf nur einen Verteiler aufnehmen. Verteiler sollten die Laenge von 6 Zeichen nicht ueberschreiten. H <Route> : Hiermit kann man H-Routen Definitionen eintragen ins S&F File. Es gibt noch weitere Zeichen, diese befassen sich aber mit dem Linkaufbau, Forwardzeiten und aehnlichem. Bei allen Angaben koennen auch Platzhalter angegeben werden. Die Platzhalter sind folgende: * = Steht fuer beliebige Zeichen vor und nach einer Zeichenkette. Z.B.: B DBO* wuerde bedeuten alle Mails an Boxen die mit DBO beginnen Forwarden. ? = Steht fuer "ein" beliebiges Zeichen vor, nach oder in einer Zeichenkette. Z.B.: F GF?ABC heist Mails fuer Calls wie GF1ABC, GF2ABC usw. Forwarden. Beide Platzhalter koennen auch kombiniert werden. ! = Ein Ausrufezeichen vor einem der Buchstaben negiert die Angabe. So ist es moeglich mit der Zeile !H *.#GF.NDS.DEU.EU zu sagen. Das H-Routen die auf .#GF.NDS.DEU.EU enden nicht geforwardet werden duerfen. Fuer Komentarzeilen im Forwarfile ist das Zeichen "#" Vorgesehen. Alles was hinter einem # steht wird ignoriert. Das gilt nicht, wenn das # Teil einer H-Route ist. Das # muss deswegen am Beginn einer Zeile stehen. Nicht inner- halb von Zeilen verwenden ausser bei H-Routen ! 3.2.4 Einrichten des S&F ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ich versuche hier jetzt mit Beispielen aus meiner Box zu erklaeren wie eine Konfiguration aussehen kann. Ich hoffe es kommt einigermassen verstaendlich rueber. Fangen wir mal mit dem Einfachsten an. Dem Definieren der Verteiler fuer die Nachbarbox. Bulletins ********* Es ist eigentlich ganz einfach. Man weiss ja wo seine Partnerboxen stehen. Dem entsprechend richte ich die Verteiler der Bulletins ein. Einer meiner S&F Partner (AL1BOX) ist im gleichem Landkreis. Sie bekommt folgende Verteiler von mir: G WW <- Alle Mails an @WW WeltWeit G EU <- Alle Mails an @EU Europa G DEU <- Alle Mails an @DEU Deutschland G DL <- Alle Mails an @DL Deutschland (Wird bei STOP-Boxen verwendet) G NDS <- Alle Mails an @NDS Niedersachsen G NORD <- Alle Mails an @NORD Fuer die Nordeutschen Bundeslaender SLH, NDS, HB, HH und MVP G GF <- Alle Mails an @GF Landkreis Gifhorn G THEBOX <- Systemmails an @THEBOX weiterleiten. Wichtig damit Boxsysteme wie Win-, Baycom-, und DP-Box ihre System-Mails bekommen Haette ich einen Forwardpartner in Bayern z.B. so wuerde ich nur folgende Verteiler eintragen: G WW G EU G EURO G DEU G DL G THEBOX Ein G BAY waere bloedsinn, da ein User in Niedersachsen keine Mails an @BAY versenden sollte. Um das denoch zu koennen gibt es bei FBB und anderen Boxsystemen bestimmte Server (REDIST). Deren Setup will ich aber hier nicht naeher erklaeren. Aus diesen obigen Beispielen sollte eigentlich klar geworden sein wie das ganze einzutragen ist. Ein G * sollte auf keinen Fall eingetragen sein, denn damit wuerde die Box alle Verteiler weiter forwarden die es gibt. Dieses wird nicht gerne gesehen, denn dann waeren Verteiler sinnlos. Persoenliche Mails ****************** Kommen wir zur Konfiguration des Forwards fuer die Persoenlichen Mails. Eines der schwierigsten Themen ueberhaupt. Ich hoffe ihr habt noch meine Ausfuehrungen von Abschnitt 2.2. im Kopf ! Wenn nicht, blaettert noch mal kurz zurueck. Um Persoenliche Mails mit FBB zu forwarden muessen mindesten schon mal die Eintraege B und F vorhanden sein. Jeweils eine Zeile gefolgt mit dem Boxcall des Forwardpartners: B AL1BOX F AL1BOX Ihr koennt auch mehrere B und F Eintraege haben. Wenn man weiss mit welchen anderen Boxen der Forwardpartner auch noch S&F macht, koennen die Calls mit B <Call> eingetragen werden. Mit F <Call> sollten nur User der Nachbarbox eingetragen werden, wie z.B. der Sysop. Dieses ist allerdings nicht noetig, da es reicht wenn man nur mit B die Boxen eintraegt. Der Rest wird ueber die Userdatenbank der Box (White Pages, WP) gemacht. ***************************************************************************** Ueber die B-Zeilen muessen wir auch Boxen eintragen die sich in unserer eigenen H-Route befinden. Ein Beispiel: DBO284, AL1BOX und GF1BOX befinden sich im gleichen Landkreis und haben alle die H-Route .#GF.NDS.DEU.EU. AL1BOX hat mit GF1BOX S&F. So muss ich bei mir ins Forwardfile fuer AL1BOX auch B GF1BOX eintragen. Mit den B Zeilen wird der regionale Forward konfiguriert! ***************************************************************************** Um Mails nicht nur innerhalb unseres Landkreises zu Forwarden sondern in die ganze Welt, muessen wir den S&F per H-Routen definieren. Dies geschieht mit den "H" Eintraegen. H *.EU Bedeutet das alle H-Routen die auf .EU enden geforwardet werden sollen. H *.BAY.DEU.EU Bedeutet das alle H-Route die auf .BAY.DEU.EU enden, geforwardet werden sollen. Wichtig ist jetzt das man sich klar wird welche H-Routen man zu welchen S&F Partner schickt. Deswegen kann ich hier jetzt nur simple Beispiele nennen. Man muss sich mit seinem S&F Partner absprechen wer was wo hin routet. Mein Beispiel geht davon aus das meine Box 4 S&F Partner hat. Um das ganze zu verstehen muss man mal in die Landkarte schauen wo sich meine Box befindet. Ich stehe am Ostrand von Niedersachsen Klein Oesingen (JO52FP) und meine S&F Partner sind PD2BOX (Hannover), AL1BOX (Wittingen, JO52IR), DBO355 (Uelzen, JO52GX) und DBO217 (Wolfsburg, JO52IK). Ich habe zwar alle oben genannten Boxen auch als wirkliche S&F Partner, doch die Routingeinstellungen wie sie unten zu sehen sind entprechen nicht mehr dem aktuellem Stand. Mein Routingkonzept in diesem Fall geht jetzt davon aus, das ich ueber die AL1BOX alles schicke was an die Oestlichen Bundeslaender gehen soll. Zur DBX355 geht alles fuer die Noerdlichen Bundeslaender. Und an die PD2BOX geht der Rest von Deutschland, und der Welt ! DBO217 ist ne Endbox ohne weiteren Forward Anschluss. Dementsprechen ist das Routingfile fuer die DBO217 sehr einfach: # B DBO217 F DBO217 # H *.#WOB.NDS.DEU.EU # # Bulletin mit diesen Verteilern senden # G WW G EU G DL G DEU G NORD G NDS # Die H-Route waere in diesem Falle nicht wichtig, weil es ja keine weiteren S&F Moeglichkeiten von der DBO217 gibt. Schaden tut sie aber auch nicht. Ein G THEBOX habe ich jetzt nicht eingetragen, da DBO217 Endbox ist. Was soll sie also mit M-Mails. Sie kann sie ja doch nicht weiter leiten. Hier der Routing Teil des S&F Files fuer AL1BOX: # B AL1BOX F AL1BOX # # Boxen an die AL1BOX Forwarden kann # B GF1BOX # # Oestliche Bundeslaender Routen # H *.BRB.DEU.EU H *.MVP.DEU.EU H *.BLN.DEU.EU H *.SAA.DEU.EU H *.SAX.DEU.EU H *.THR.DEU.EU # # Bulletins mit diesen Verteilern senden # G WW G EU G DL G DEU G NORD G NDS G GF G THEBOX G PRIGHH # Hiermit sind jetzt alle moeglichen Routen der Oestlichen Bundeslaender abgedeckt. Dieses S&F File ist noch eine von den einfachen Konfigurationen. Die GF1BOX ist hier mit in meinem Landkreis und hat zu AL1BOX Forward. Deswegen habe ich sie mit B GF1BOX eingetragen, da ich hier nicht nach der H-Route Routen kann, da GF1BOX die gleiche H-Route hat wie meine Box. AL1BOX bekommt die zusaetzlichen Verteiler GF, THEBOX und PRIGHH. GF weil sie in meinem Landkreis steht. THEBOX damit die Ostdeutschen Win und Baycom Boxen auch zu ihren M-Mails kommen und PRIGHH weil der Sysop Mitglied in dieser ist. Hier der Routing Teil des S&F Files fuer DBX355: # B DBX355 F DBX355 # # H-Routen der Noerdlichen Bundeslaender # H *.SLH.DEU.EU H *HH.DEU.EU H *HB.DEU.EU # # H-Routen Niedersaechsischer Landkreise # H *LG.NDS.DEU.EU H *UE.NDS.DEU.EU H *LD.NDS.DEU.EU # # Bulletins mit diesen Verteilern senden # G WW G EU G EURO G DEU G DL G NDS G NORD G THEBOX G PRIGHH # Auch dieses ist noch relativ einfach. Ich habe aber schon begonnen bis auf Landkreis ebene zu Routen. So sind neben alle Noerdlichen Bundeslaender auch alle Boxen in den Landkreisen Lueneburg, Uelzen und Luechow-Dannenberg abgedeckt. Bei den Landkreis Eintraegen, kann man erkennen das ich das * direkt an den Landkreiskenner gesetzt habe. Somit habe ich das Problem mit der # in der H-Route umgangen. Mit *LG.NDS.DEU.EU werden Boxen angesprochen die .#LG.NDS.DEU.EU oder .LG.NDS.DEU.EU haben. DBX355 ist eine WinBOX und benoetigt die M-Mails (G THEBOX). PRIGHH ist fuer den Verein (G PRIGHH). Jetzt kommt das Routing zur PD2BOX. Hier mache ich dann auch Gebrauch von der Moeglichkeit H-Routen auszuschliessen. Hier der Routing Teil des S&F Files fuer PD2BOX: # B PD2BOX F PD2BOX # # H-Routen der Kontinente Europa, Sued- und Nordamerika, Afrika, Asien und # Australien ! # H *.EU H *.SA H *.NA H *.AF H *.AS H *.AU H *.OC # # H-Routen die nicht geforwardet werden sollen ! # # Bundeslaender # ! H *.THR.DEU.EU ! H *.BRB.DEU.EU ! H *.MVP.DEU.EU ! H *.BLN.DEU.EU ! H *.SAA.DEU.EU ! H *.SAX.DEU.EU ! H *.SLH.DEU.EU ! H *HH.DEU.EU ! H *HB.DEU.EU # # Landkreise Niedersachsens # ! H *.#WOB.NDS.DEU.EU ! H *LG.NDS.DEU.EU ! H *UE.NDS.DEU.EU ! H *LD.NDS.DEU.EU ! H *GF.NDS.DEU.EU # # Bulletins mit diesen Verteilern senden # G WW G EU G DL G DEU G NORD G NDS G THEBOX # Hier habe ich jetzt die H-Routen ausgeschlossen, die ich schon zu anderen Boxen route, inklusiver meiner eingenen. Der Grund ist der, das ich im oberen Teil ja gesagt habe, alles was auf *.EU endet zur PD2BOX routen. Zur Erklaerung: Es muss verhindert werden, das eine P-Mail an zwei oder mehreren Boxen gleichzeitig verschickt wird. FBB sortiert sie zwar bei jeder Box ins Forward ein, loescht sie aber wieder sobald sie an eine der Boxen erfolgreich weitergeleitet worden ist. Das kann unter umstaenden die falsche Box sein, und die meldet dann ein "Undelivered Mail". Denn eine P-Mail kann nie zurueck geroutet werden ! Das liegt daran, das die Mail eine MID Nummer hat die sie klar identifiziert. Eine Box wo so eine Mail durchgelaufen ist merkt sich diese Nummer. Bekommt diese Box im S&F wieder diese Mail zum Forward angeboten, lehnt sie diese ab weil sie die schon mal hatte. Durch das negierte Eintragen der Routen, die ich schon in den anderen S&F Files drinne habe, wird das doppelte Routen verhindert. Wichtig ist wenn man irgentwo *.<eigenes Bundesland>.DEU.EU , *.DEU.EU oder *.EU eintraegt, das man auch seine eigene H-Route austraegt. Sonst wuerde die eigene Box, Mails die fuer ihren Einzugsbereich sind wieder wegschicken ! Ich hoffe das dieses Beispiele und die Erklaerungen ausreichend sind. 3.3 S&F Konfiguration bei WinBOX und DP-BOX ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Im grunde ist es bei WinBox und DP-Box genau das gleiche wie bei FBB. Nur die Dateien und die Eintragungsweise sind anders. Alle Erklaerungen zum Routing bitte dem FBB Teil entnehmen, weil ich hier jetzt nicht mehr so genau drauf eingehen werde. Ich rate jedem WinBox Sysop auch die Doku zu lesen, da sie in Deutsch ist und dem Programm beiliegt. Den DP-Box Leuten sei ebenfalls ihre Doku ans Herz gelegt, auch wenn diese Englisch ist. ***************************************************************************** Ich weise nochmal darauf hin das ich hier nur erklaeren moechte wie das Routing bei WinBOX/DP-Box eingestellt wird. Die Teile die auch die Forwardzeiten und den Connectaufbau zur Zielbox betreffen, werden hier nicht erklaert. Das ist bitte der jeweiligen Doku zu entnehmen ! ***************************************************************************** 3.3.1 Die .SF Files ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mit diesen Files wird der Forward zu den Partnerboxen konfiguriert. Die Dateien werden nach den Boxcalls benannt z.B. AL1BOX.SF. Es gibt fuer das S&F File nur wenige Konfigurationsbefehle die da lauten: FOR NOT RUBRIK NOTFROM NOTRUBRIK Mit FOR wird alles das eingetragen was zur besagten Box geforwardet werden soll. Hinter FOR koennen Calls, sowie die Verteiler als auch die Routen in hierachischer Notation (H-Routen) angegeben werden. NOT schliesst Calls oder H-Routen von Forward aus. Vergleichbar mit ! B oder ! H bei FBB. Mit RUBRIK kann man Rubriken eintragen die man zur Partner Box Forwarden moechte. Diese Funktion sollte nur angewannt werden wenn man S&F mit einem User hat (User S&F). Denn hierbei werden die Verteiler nicht beachtet. Alles was in die definierten Rubriken der Box reinkommt, wird auch weiter geforwardet. NOTFROM <Boxcall> ermoeglicht es dem Sysop, Mails die von der angegbenen BBS gekommen sind nicht an den anderen S&F Partner weiter zu leiten. Das macht Sinn wenn der Forwardpartner auch mit dem in NOTFROM eingetragenen Call S&F hat. WinBox (DP-Box) bietet dann solche Mails im Funkforward garnicht erst an. Mit NOTRUBRIK kann man Rubriken angeben deren Mails nicht zum S&F Partner geschickt werden sollen. Bei allen Angaben koennen die Platzhalter * und ? mit eingetragen werden. Deren bedeutung ist genauso wie beim FBB S&F File. Bitte dort nachlesen. Kommentare koennen auch eingetragen werden hinter einem # das am Anfang einer Zeile steht. Um es Transparent zu machen habe ich die S&F Files wie ich sie oben bei FBB verwendet habe einfach ins WinBOX/DP-Box Format gebracht. Hier die DBO217: # P-Mails # FOR DBO217 FOR *.#WOB.NDS.DEU.EU # # Verteiler von Bulletins # FOR WW EU DL DEU NORD NDS # Bei WinBOX/DP-Box koennen mehrere Definitionen hintereinander geschrieben werden. Ein Leerzeichen als Trenner reicht aus. AL1BOX: # P-Mails # FOR AL1BOX GF1BOX # # H-Routen der oestlichen Bundeslaender # FOR *.BRB.DEU.EU *.MVP.DEU.EU *.BLN.DEU.EU *.SAA.DEU.EU *.SAX.DEU.EU FOR *.THR.DEU.EU # # Verteiler von Bulletins # FOR WW EU EURO DL DEU NORD NDS GF THEBOX PRIGHH # DBX355: # P-Mails # FOR DBX355 # # H-Routen der Noerdlichen Bundeslaender # FOR *.SLH.DEU.EU *HH.DEU.EU *HB.DEU.EU # # H-Routen Niedersaechsicher Landkreise # FOR *LG.NDS.DEU.EU *UE.NDS.DEU.EU *LD.NDS.DEU.EU # # Verteiler der Bulletins # FOR WW EU EURO DEU DL NDS NORD THEBOX PRIGHH # PD2BOX: # P-Mails # FOR PD2BOX # # H-Routen der Kontinente Europa, Sued- und Nordamerika, Afrika, Asien und # Australien ! # FOR *.EU *.SA *.NA *.AF *.AS *.AU *.OC # # H-Routen die nicht geforwardet werden sollen ! # NOT *.BRB.DEU.EU *.MVP.DEU.EU *.BLN.DEU.EU *.SAA.DEU.EU *.SAX.DEU.EU NOT *.SLH.DEU.EU *HH.DEU.EU *HB.DEU.EU *.#WOB.NDS.DEU.EU *LG.NDS.DEU.EU NOT *UE.NDS.DEU.EU *LD.NDS.DEU.EU *GF.NDS.DEU.EU *.THR.DEU.EU # # Verteiler von Bulletins # FOR WW EU EURO DL DEU NORD NDS THEBOX # Hier habe ich mit NOT die Routen ausgetragen die in den vorrangegangenen Forwardfiles mit FOR eingetragen habe. Damit ist das Setup, was den Forward von Mails betrifft, abgeschlossen. Mit meinen Ausfuehrungen sollte es jedem Sysop moeglich sein seine Box ent- sprechend einzurichten. 3.4. S&F Konfiguration bei Baycombox ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dieses Boxsystem habe ich selber nicht im Betrieb gehabt. Ich versuche anhand der Deutschen Dokumentation hier das Konfigurieren des S&F mit meinen eigenen Worten zu beschreiben. Teilweise habe ich auch einfach Textauszuege aus der BCM Doku hier uebernommen. Falls ein Baybox Sysop hier einen Fehler entdeckt, bitte ich ihn mir das mitzuteilen. 3.4.1 Die S&F Datei FWD.BCM ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die FWD.BCM ist die zentrale Forwarddatei der Baycombox. In der Datei FWD.BCM wird fuer jede Nachbarbox festgelegt: * Der Name der Nachbarbox (Rufzeichen ohne SSID) * Die Zeiten, zu denen Forwardverbindungen aktiv aufgebaut werden * Informationen zum Verbindungsaufbau zur Nachbarbox (Connect-Weg) * Uebertragungsoptionen (Maximale Groesse einer Mail, etc.) * Welche Mails zur Nachbarbox geschickt werden sollen 3.4.2 Einrichten des S&F ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Wie oben schon beim FBB und Winbox Teil, beschreibe ich hier nur wie die Eintraege ausehen muessen, damit das Routing funktioniert. Bei allen anderen Eintraegen, bitte die sehr gute Baycom Box Doku lesen. Baycombox hat in meinen Augen einen entscheidenen Nachteil. Ich kann dort nicht wie bei FBB und WinBox Routen eintragen, die nicht geforwardet werden sollen. Das bedeutet, das ich wesentlich mehr Schreibarbeit habe. In der gesamten Forward-Datei FWD.BCM muessen Eintraege existieren fuer: * alle Kontinente, ausser dem eigenen Kontinent (also ausser z.B. .EU). * alle Staaten im eigenen Kontinent, ausser dem eigenen Staat (also alle europaeischen Staaten ausser z.B. .DEU). * alle Bundeslaender im eigenen Staat, ausser dem eigenen Bundesland (also alle Bundesllaender ausser z.B. .NDS). * alle Regionen im eigenen Bundesland, ausser der eigenen Region (also alle regionen, ausser z.M. .#GF) * alle Mailboxen in der eigenen Region, ausser der eigenen Mailbox (also z.B. alle Mailboxen in Bayern ausser der eigenen). Diese Eintraege sind auf die Forward-Partner aufzuteilen. Es koennen gleiche Eintraege auch fuer mehr als eine Box gemacht werden. Die Mail wird dann an die Box geschickt, die als erstes erreicht wird. Jedoch koennen solche Doppelbelegungen zu Problemem fuehren. Deswegen rate ich, keine gleichen Eintraege bei den Boxen vorzunehmen Hier das File FWD.BCM wie es bei meiner BaycomBox ausehen wuerde: ;--------------------------------------------------------------- ; ANFANG ;--------------------------------------------------------------- ; Forward-Datei von DBO284.#GF.NDS.DEU.EU ; 0 1 2 ; 012345678901234567890123 ;--------------------------------------------------------------- DBO217 AAAAAAAAAAA............. DBO217 DNX284 ; Landkreise .#WOB ; Verteiler (ohne Punkt davor) WW EU DL DEU NDS NORD ; White Page Infos fuer ERASE und MYBBS $WP ;--------------------------------------------------------------- AL1BOX AAAAAAAAAAA............. AL1BOX DNX284 ; Boxen via AL1BOX GF1BOX ; Ostdeutsche Bundeslaender .MVP .BLN .SAA .BRB .SAX .THR ; Verteiler (ohne Punkt davor) WW EU DL DEU NDS NORD GF THEBOX PRIGHH ; White Page Infos fuer ERASE und MYBBS $WP ;--------------------------------------------------------------- DBX355 AAAAAAAAAAA............. DBX355 DNX284 ; Landkreise .#UE .#LG .#LD ; Norddeutsche Bundeslaender .#HH .HH .SLH .#HB .HB ; Verteiler (ohne Punkt davor) WW EU DL DEU NDS NORD THEBOX PRIGHH ; Infos fuer ERASE und MYBBS $EM ;--------------------------------------------------------------- PD2BOX AAAAAAAAAAA............. PD2BOX DNX284 ; Landkreise .#AUR .#BRA .#BS .#CE .#CLP .#CUX .#DEL .#DH .#EL .#EMD .#FRI .#GOE .#GS .#H .#HE .#HI .#HM .#HOL .#LER .#NI .#NOH .#NOM .#OHA .#OHZ .#OL .#OS .#PE .#ROW .#SFA .#SHG .#STD .#SZ .#VEC .#VER .#WF .#WHV .#WL .#WST .#WTM ; Bundeslaender .BAY .HES .RPL .NRW .BW .SAR ; Europaeische Laender .AUT .BEL .BGR .BIH .CHE .CZE .DNK .ESP .EST .FIN .FRA .GBR .GIB .GRC .HRV .HUN .IRL .ITA .LTU .LUX .LVA .MKD .MLT .NLD .NOR .POL .PRT .ROM .RUS .SVK .SVN .SWE .TUR .UKR .YUG ; Kontinente .SA .NA .AF .AS .AU .OC ; Verteiler (ohne Punkt davor) WW EU DL DEU NDS NORD THEBOX ; White Page Infos fuer ERASE und MYBBS $WP ;--------------------------------------------------------------- ; ENDE ;--------------------------------------------------------------- Da steht nun viel Text, den ich ein wenig erklaeren moechte. Beginnen wir mit DBO217. Die erste Zeile enthaelt das Boxcall zu der geforwardet werden soll. Die Zeichenkennte mit A und Punkten legt die Forwardzeiten fest. Dahinter kommt der Connect Pfad zur der Box wenn geforwardet werden soll. Genauere Angaben darueber, bitte der BCM Doku zu entnehmen. Dann erfolgt die Angabe der Regionalkenner. DBO217 ist fuer mich die Zielbox fuer die Region .#WOB.NDS.DEU.EU. Also trage ich auch .#WOB bei ihr ein. Bei der BCM erfolgt die Auswertung der H-Routen von Links nach Rechts. Nicht wie bei den anderen Boxsystem von Rechts nach Links. Danach definiere ich die Verteiler (ohne Punkt vorweg) die zu dieser Box geforwardet werden sollen. Zum Schluss die Angabe in welchem Format die MyBBS Daten zur DBO217 gelangen sollen. $WP steht fuer White Pages nach FBB, oder wenn der Forwardpartner auch eine BCM oder DP-Box ist, im W-PROT Format. Ob nun WP oder W-PROT gesendet wird erkennt die BCM am W in der SID (Station Identifier) der Mailbox. Fuer DBO217 war wie bei FBB und WinBox relativ wenig einzutragen. Bei AL1BOX ist jetzt ein Boxcall eigetragen, zu der diese Box direkten Forward hat. Es gibt in diesem Fall fuer AL1BOX keine Regionalverteiler, weil AL1BOX in meiner Region steht und ebenfalls wie meine Box die H-Route .#GF.NDS.DEU.EU hat. Da GF1BOX zu AL1BOX S&F hat und auch die selbe H-Route besitzt muss ich das Boxcall angeben. Desweiteren kann die AL1BOX Mails an die Ostdeutschen Bundeslaender forwarden. Hier trage ich wiederum nur die Laenderkenner ein und nicht wie bei FBB und WinBox die gesammte H-Route. Danach wieder die Verteiler und die Form wie die Mybbs Daten gesendet werden sollen. Zu DBX355 kann ich die Kenner der Landkreise Luechow-Dannenberg, Lueneburg und Uelzen Forwarden. Zudem forwardet diese Box in Richtung SLH, HH und HB. Da DBX355 eine WinBox ist, bekommt sie die MyBBS Daten als M-Mails. Dafuer ist der Eintrag $EM zustaendig. Bei PD2BOX muss ich nun sehr viel eintragen. Ich muss bei diesem S&F Partner alle uebrigen Kenner definieren, die nicht bei einer meiner anderen S&F Partner untergekommen sind. Da ich bei BCM keine pauschalen Eintraege wie bei FBB und WinBox vornehmen kann (alles was auf *.EU endet dorthin forwarden), und auch keine Routen ausschliessen kann (!H *.GF.NDS.DEU.EU bei FBB oder NOT *.GF.NDS.DEU.EU bei WinBox). Das bedeutet jetzt im einzelnen, das ich die Kenner der uebrigen Landkreise von Niedersachsen, die uebrigen Kenner der Bundeslaender Deutschlands, sowie die Kenner aller Europaeischen Laender und alle Kontinenten Kenner dort eintragen muss. Wie das dann aussieht kann man oben sehen. Zum Schluss wieder das Format der MyBBS Informationen. Jetzt ist die BCM fuer das Forwarden von Persoenlichen und Bulletin Mails gewappnet. 4. Autorouter ============= Der Autorouter ist ein heikles Themas im PR-Bereich. Waehrend sie fuer AX25 Verbindungen schon sehr ausgereift sind (Flexnet und NetRom) haben diese beim Mailversand immer noch so ihre Probleme. Das liegt daran, das die bislang verwendeten Autorouter unterschiedlich arbeiten. Es kommt haeufig zum Fehlrouting die sich dann als Ping-Pong Mails aeussern. Ping-Pong Mails sind Mails die im Kreis laufen zwischen zwei oder mehreren Forwardboxen. Von den in Deutschland gebraeuchlichen Box-Systemen hat nur FBB keinen eingebauten Autorouter. Doch gibt es fuer FBB Zusatzprogramme die das erledigen koennen. Meine Meinung zu diesem Thema ist, das Autorouter grundsaetzlich nicht verwendet werden sollten. Wenn eine Box gut konfiguriert ist, was nach den obigen Beispielen ja eigentlich auch kein Problem mehr darstellen sollte, kann man getrost auf Autorouter verzichten. Ein Sysop kann eine Route schneller aendern als die Autorouter. Zum Beispiel wenn der Nachbar Sysop mitteilt das ueber ihn keine P-Mails mehr geroutet werden koennen fuer das Bundesland Niedersachsen. Bis ein Autorouter das mitbekommt, schickt er noch viele Mails in die falsche Richtung. Fuer den Sysop sind es nur minimale Aenderungen in den S&F Files. Diese Problem der "Dead Ends" also der toten Enden tritt auch auf, wenn z.B. einige Boxen sich mit Forward von Webseiten versorgen. Durch das Verarbeiten solcher Forwardfiles werden die Autorouter getaeuscht. Denn sie wissen ja nicht, das solche Routen nur ne Einbahnstrasse sind. Denn der Sysop der sich die Mails von so einer Webseite holt, schickt in den wenigsten Faellen seine Mails ebenfalls dorthin zurueck. Autorouter koennen aber auch Vorteile haben. Vergisst ein Sysop mal eine Route in den S&F Files zu definieren, springt der Autorouter ein und leitet die Mail an den S&F Partner weiter, von dem er glaubt das er der guenstigste Weg ist. Ein Autorouter sollte,wenn man ihn denn benutzt,nur eine unterstuetzende Funktion haben. Er sollte aber nicht fuer das gesammte Routing benutzt werden, weil es dann zu Problemen kommen kann. Nicht nur im Routing kommt es zu Problemen auch die Sysops untereinander haben sich schon wegen Pro und Kontra Autorouter die Koepfe eingeschlagen. 4.1 Autorouting Programme bei FBB ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mir sind 2 Programme bekannt die der FBB einen Autorouter bescheren. Das eine ist der FWDMAKER von DR5EIN, und der zweite ist das Programm FWDROUTE vom Pseudo-Data-Team. Ich selber habe mal das Programm FWDMAKER v1.2 eingesetzt. 4.1.1 Forwardmaker ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Zur Funktionsweise vom FWDMAKER habe ich mal den Abschnitt aus der Doku hier eingefuegt der diese beschreibt: ---------------------------------------------------------------------------- Wie arbeitet FWDMAKER? FWDMAKER aktualisiert bei jedem Lauf die Forwarddateien. Es scannt alle seit dem letzten Lauf eingegangenen Mails und fuegt eine neue Route in die entsprechende Forwarddatei ein. Die Mails werden auf die Routingzeilen (R ![]() hin gescannt. Die jeweils erste und letzte R:-Zeile einer Mail wird ausgewertet. Die erste Zeile enthaelt die unmittelbare Nachbarbox von der die Mail kam und die letzte Zeile enthaelt die Route wo die Mail ihren Ursprung hatte. Jetzt wird die Route aus der letzten Zeile in den Forward der in der ersten Zeile ermittelten Box eingetragen. Der Eintrag erfolgt nur dann wenn das Routing kuerzer ist als in einem der andern Forwarddateien. Gleichzeitig wird der Routingeintrag in einer anderen Forwarddatei entfernt. Dies setzt natuerlich voraus, das auch zu den Boxen geforwardet wird von denen die Mails kommen. FWDMAKER merkt sich die Anzahl Zwischenstationen eines Routings und traegt dies auch in den Forwarddateien ein. So werden Mails einer bestimmten Route automatisch an die Box versand von der diese Route kam. ---------------------------------------------------------------------------- Die Doku weisst daraufhin, das man in den Forwardfiles keine anderen H-Routen Eintraege haben sollte. Das ist schlecht, weil man so den FWDMAKER nicht als Unterstuetzung verwenden kann. Entweder Manuell, oder FWDMAKER. Dieses war fuer mich damals nicht akzeptabel und habe den FWD-Maker nicht mehr benutzt. Damit der FWDMAKER auch richtig routen kann, muss er natuerlich erstmal mit Daten aus dem Forward gefuettert werden. Eine junge FBB Box mit bislang wenig Mail Durchlauf hat also weniger Routeneintraege als eine FBB Box mit FWDMAKER die schon wesentlich laenger am S&F teilnimmt. Kommt nun eine P-Mail in die Box fuer eine Box die noch nicht erfasst worden ist, so bleibt die Mail liegen und wird als "undelivered mail" zum Absender zureck geschickt. Manuelle H-Routen eintrage koennten dieses Dilemma umgehen. Diese sollten jedoch laut Doku zum FWDMAKER nicht eingetragen werden. Auch weiss ich nicht ob FWDMAKER Jahr 2000 Kompatibel ist, da er mit Datums Angaben zu tun hat. Die Eintraege die FWDMAKER in die S&F Files macht, sind sehr umfangreich und blaehen die Datei sehr auf. Denn es wird jede Box die in den R-Zeilen gefunden wird in eines der S&F Files eingetragen. Das enspricht also dem Smart-Host Routing wie ich es oben schon erklaert habe. 4.1.2 Forwardroute ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das Programm FWDROUTE wird nicht wie FWDMAKER taeglich ausgefuehrt. Es soll eine Hilfe fuer den Sysop darstellen um das Routing korrekt einzustellen. Es durchsucht auch alle Mails der Box und scannt deren R-Zeilen. Es sucht daraus die kuerzesten Routen und schreibt es sie in ein File das man dann in seine S&F Files einbinden kann. Auch hier werden alle gefundenen Boxen auf die eigenen S&F Partner verteilt (Smart-Host Routing). Zusaetzlich gibt das Programm aus, welche Verteiler man von dieser Box bekommen hat und schlaegt vor diese auch so in die eigenen S&F Files einzutragen. Die Arbeitsweise entspricht also weitgehend dem, wie es FWDMAKER auch tut. Die oben beschriebenen Probleme treffen also auch auf diese Software zu. Man kann das Programm waerend des taeglichen laufens des Housekeeping, oder von der CRON.SYS aus automatisch starten und via einer *.BAT mit Copy Befehlen seine S&F Files immer Updaten. Ich persoenlich schlage vor, das Programm wirklich nur zur Unterstuetzung zu benutzen, und die S&F Files per Hand zu Pflegen. 4.2 WinBox (DP-Box) Autorouter ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Bei WinBox (DP-Box) ist der Autorouter fest integriert. Auch laesst sich der Autorouter nicht komplett abschalten. Die Autorouter von DP- und WinBox arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Die Autorouter berechnen die Laufzeit der Mail von der Ursprungsbox bis in unsere. Vorraussetzung ist natuerlich das die Zeitangaben in den R-Zeilen stimmen. Uebrigens sollten die Zeiten in den R-Zeilen in UTC angegeben sein. Damit das stimmt gibts bei jeder Box einen Parameter der den Offset von der Localen zur UTC Zeit definiert. Mit diesen Daten kann der Autorouter recht zuverlaessig seine Routen berechnen. In einem Netz nur aus Win- und DP-Boxen soll es moeglich sein alleine nur mit dem Autorouter auszukommen. Da wir aber verschiedene Box Systeme haben, ist dieses nicht moeglich. Jedoch meine ich das es meinen Beobachtungen zur folge, trotzdem recht zuverlaessig klappt. Die Strategien wie der Autorouter in den beiden Boxsystemen integriert ist, sind unterschiedlich. Bei WinBox ist es so, das erst die S&F Files nach Routen abgesucht werden, wenn in der Box eine P-Mail liegt die weiter geforwardet soll. Findet WinBox dort eine Route in den S&F Files, wird die Mail entsprechend den Eintraegen weiter geleitet. Ist dort nichts zu finden, durchsucht der Autorouter seine Datenbank und schickt die Mail auf den besten errechneten Weg. Je nachdem wie gut der Sysop seine S&F Files pflegt, arbeitet der Autorouter also mehr oder weniger. Traegt man im S&F File keine Routen ein, so uebernimmt der Autorouter das Routing komplett. Bei DP-Box kann man das auswaehlen, ob der Autorouter komplett das Routing uebernehmen soll, oder nach der Methode wie es WinBox macht. Interessant ist hierbei das DP-Box, wenn der Autorouter immer eingeschaltet ist, auch in die S&F Files schaut, wenn er selber keine Route zum Ziel finden kann. Bei DP-Box kann der Sysop auch bestimmen ob alle Mails oder nur P-Mails zur Berechnung des Autorouting herrangezogen werden soll. Der Vorteil dieser Methode ist das man davon ausgehen kann, das Persoenliche Mails nicht von irgentwelchen Webpages herruntergeladen werden und somit auch ein sicherer Rueckweg fuer P-Mails besteht. Da jedoch das P-Mail aufkommen im CB-PR Netz zu gering ist, sollte diese Funktion nicht eingeschaltet werden. Bei den Autoroutern hat der Progrmmierer der DP-Box jetzt was neues ange- fangen, das Active Routing. Dieses System arbeitet mit dem Austausch von Routinginformationen die auf echte Laufzeit- und Datendurchsatz Messungen basieren. Das heisst es werden wie bei INP3 im Netrom bzw. beim Flexnetrouting Laufzeiten gemessen. Diese Messungen werden in einer Routingtabelle abgelegt und den angeschlossenen Boxen mitgeteilt. Ansich also genau wie Netrom. Dieses System funktioniert sehr gut. Jedoch ist es noch nicht in andere Boxen ein- gebaut, so das nur DP-Box 6.00.00 bislang diese Art des Autoroutings unter- stuezt. Dieser Autorouter funktioniert auch nur, wenn der Forward direkt abgewickelt wird. Bei reinen Import-Export Boxen funktioniert dieser Router nicht. 4.3 Baycom Box Autorouter ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Auch die aktuellen Baycomboxen haben einen Autorouter, wenn er denn einkompil- liert wurde. Er kann auch komplett ausgeschaltet werden. Er arbeitet nach einem aehnlichem Prinzip wie der WinBox Autorouter. Nur das der BCM Autorouter auch die Hops (Anzahl Boxen die eine Mail passiert hat) auswertet und in seine Berechnungen einfliessen laesst. Waerend bei WinBox jede eingehende Mail analysiert wird und zur Berechnung der Routen herangezogen wird, so ist es bei diesem Autorouter moeglich, das Alter einer Mail zu bestimmen, die fuer die Berechnung der Routingpfade benutzt werden soll. Damit wird verhindert, das uralte Mails das Autorouting negativ beeinflussen koennen. Der Autorouter der BCM ist wie bei WinBox eine Unterstuetzung. Routing Eintrage in der FWD.BCM haben vorrang. Traegt der Sysop dort nix ein, so wird das komplette Routing vom Autorouter uebernommen. 5. Nachwort =========== Hiermit enden meine Ausfuehrungen. Ich hoffe das die Informationen vielen Sysops helfen moege ihre Box, vor allem das Routing, in den Griff zu bekommen. Danken moechte ich den Programmieren der Boxen die sich die Muehe gemacht haben eine sehr umfangreiche Software zu schreiben. Vor allem die Program- mierer die es erlauben ihre Software im CB-Funk kostenlos zu benutzen gebuehrt mein Dank. Die Programmierer der FBB-Tools Forwardmaker und Forwardroute moechte ich auch nicht unerwaehnt lassen, haben sie doch eine gute Hilfe fuer die FBB Gemeinde programmiert. Zu Danken habe ich auch dem Pseudonym "Meikel Katzengreis". Lesern der Newsgroup "z-netz.alt.telecom.cb-funk" bestimmt bekannt. Dieser hatte mir in meiner Anfangszeit als Sysop das Routing erklaert. 6. Quellenangaben ================= Auszuege in diesem Text entstammen teilweise den Dokumentationen von: DP-Box, WinBox, BaycomBox, FBB, FWDMaker und Forwardroute 73 de Marc-Andre (DMA284) Sysop der DP-Box DBO284 und des X-Net 1.30 Nodes DNX284 in Kl.Oesingen,JO52FP RE: Aus meinem Archiv: Routing im PR Box-Netz - DMA284 - 21.04.2026 Moin! Auch dieses Box Routing Thema geht mir schon lange auf die Nerven, seit den frühen 2000er. Oben steht wie man es richtig macht. Heute finde ich in meiner Box eine persönliche Mail die gar nicht hätte zu mir geleitet werden können, wenn die Nachbarbox richtig konfiguriert wäre. Aber so ist das bei den Sysops. Scheiß egal, ich habe das schon immer so gemacht. Wozu ein funktionierendes Netz? Kompetenz stört da doch nur. 55 & 73 Marc-Andre |